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Katze wiederfinden

Wenn die Katze nicht mehr nach Hause kommt, wird die Ungewissheit darüber, wo sie sich aufhält oder ob es dem Tier gutgeht, für viele Katzenbesitzer unerträglich. Meine Katze ist bereits zwei Mal über einen längeren Zeitraum verschwunden und ich kann euch einige Hintergrundinfos sowie Tipps zu dem Thema geben.

Mittlerweile lebt unsere Katze, Böse Baby, nicht mehr bei uns. Wie es dazu gekommen ist, verrate ich euch am Ende dieses Artikels.

Gründe fürs Entlaufen

Die Gründe, warum eine Katze von zu Hause wegläuft und ein längeren Zeitraum weg bleibt, sind unterschiedlich. Zunächst muss man hier zwischen reinen Stubentigern und Freigängern unterscheiden.

Abenteuerlust und Neugier beim Stubentiger

Für Katzen, die sich für gewöhnlich dauerhaft in der Wohnung oder im Haus aufhalten, kann es Neugier sein, die dazu führt, dass sie ausbüchst. Die Umstände die dazu führen, wie die Katze überhaupt ins Freie gelangt, sind meist „blöde“ Zufälle. Das kann ein geöffnetes Fenster sein, dass man aus Unachtsamkeit geöffnet lässt oder die Haustür, die man beim Betreten der Wohnung aufschließt. Alle Katzenbesitzer wissen, wie gut sich unsere Fellnasen mit hoher Geschwindigkeit aus dem Staub machen Können (Katzen können, je nach Verfassung, bis zu 50 Km/h schnell rennen).

Ein weiterer Grund für eine Stubenkatze, das Weite zu suchen, ist Angst. Katzen sind von Natur aus vorsichtig und schreckhaft. Der Fluchtinstinkt kann dafür sorgen, dass eure Katze das Weite sucht und aus der Wohnung ausbüchst.

Besondere Vorsicht

Eine Katze, die nur das Leben in einer Wohnung oder in einem Haus kennt, kann unter freiem Himmel und in einer völlig fremden Umgebung, schnell überfordert sein. In der Regel halten sie sich nicht weit von der Wohnung oder vom Haus auf und verstecken sich womöglich irgendwo.  

Ausgedehnte Erkundungstour beim Freigänger

Beim Freigänger sieht die Situation schon etwas lockerer aus. Sie kennen ihre Umgebung sehr genau und lieben es durch die Gegend zu streunern und auf die Jagd zu gehen. Das Einzugsgebiet, also das Revier einer Draußen-Katze  ist unterschiedlich groß. Streift sie nur ein wenig durch die Gegend, beträgt der Radius von zu Hause zwischen 30 und 60 Meter. Ist sie allerdings auf einer Erkundungstour, kann sich der Radius auch mal auf zwei Kilometer ausdehnen. Man stellte fest, dass Katzen, die auf dem Land wohnen, auch gern mal weitere Erkundungstouren starten und bis zu acht Kilometer weit laufen.

Wie sich die Fellnasen orientieren, also den Weg nach Hause zurückfinden, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche:

  • Orientierung am Erdmagnetfeld
  • Spezielle Nervenzellen in den Augen, die Töne aus der Umgebung wahrnehmen und entsprechende „Hörbilder“ erstellen

Bei unseren beiden Katzen stellte ich fest, dass die eine (Motzi) eher in der Nähe des Hauses bleibt. Wenn sie den ganzen Tag draußen ist, kommt sie mindestens zwei Mal nach Hause, um einem die Ohren voll zu mautzen. Natürlich geht es hier vornehmlich um das  Futter. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass ihr Mautzen einem sagen will „schau mal, ich bin wieder zu Hause!“ Nachts ist Motzi gern zu Hause und schläft dann viel.

Die andere Katze, Böse Baby, war eher ein Fan von längeren Erkundungstouren, die manchmal Tage andauerten. Mit Hilfe des Trackers konnten wir feststellen, dass ihr Lieblingsplatz ca. 1,5 Km von zu Hause, in einem ausgedehnten Waldgebiet, lag. In der kalten Jahreszeit wurden die ausgiebigen Touren jedoch weniger. Kein Wunder: Zu Hause war es warm und gemütlich.

Keine Panik

Wenn ihr euch um Eure Samtpfote sorgen macht, da sie einen ganzen Tag nicht nach Hause kommt, heißt die erste Devise:

RUHE BEWAHREN.

Man muss sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass Katzen von Natur aus neugierig sind und es lieben ausgiebige Erkundungstouren zu starten. Dies kann auch manchmal mehrere Tage dauern. Seit euch sicher, dass eure Fellnasen einen ausgeprägten Orientierungssinn haben. Sie können sehr gut sehen, hören, riechen und sind wahre Ausdauersportler. Was aber am wichtigsten ist: Katzen vermeiden Konfrontationen. Sie ziehen sich lieber zurück, wenn sie merken, dass Gefahr droht und sind in dieser Hinsicht sehr vorsichtig.

Bei reinen Hauskatzen sollte man natürlich nicht tagelang warten, sondern sofort reagieren. Ein Orientierungssinn, der euer Kitten wieder nach Hause führt, funktioniert nur, wenn sie sich die Umgebung von ihrem Heim eingeprägt haben und mit der Zeit die nähere Umgebung nach und nach erkundet haben. Das funktioniert bei einer Hauskatze, die –aus welchen Gründen auch immer- nach draußen entwischt ist, natürlich nicht.

Tipps für die Suche nach deiner Katze

Die Suche nach deiner Katze würde ich in drei Levels, also drei unterschiedliche Suchstufen,  einteilen

Level 1- Suche in eigener Wohnung/ Haus

Bevor ihr aus eurer Wohnung stürmt und nach eurem Tiger ruft, solltet ihr zunächst in eurer Wohnung selbst auf die Suche gehen. Neben den beliebten Standard-Schlafplätzen, kann auch noch jede so ungewöhnliche Ecke ein ideales Versteck sein. Der Grund, warum sich Katzen gerne verstecken, ist ein besonderes Bedürfnis nach Schutz. Am besten an einem Ort, wo sie ihre Umgebung aus sicherer Entfernung beobachten können.

Die beliebtesten Verstecke für Katzen

  • Folgende Liste habe ich aus meiner eigenen Erfahrung zusammengestellt:
  • Auf dem Schrank (hier kommt so schnell keiner hin, perfekt zum Beobachten)
  • Im Wäschekorb (gemütlich)
  • Unter der Couch/ Bett
  • In Kartons oder ähnlichen Verpackungsmaterial

Begleitet kann die Suche mit dem sporadischen Rufen des Namens. Beim Rufen sollte nicht übertrieben werden. Auf keinen Fall darf Nervosität in der Stimme klingen. Das schreckt Katzen eher ab. Nützlich kann auch das Rascheln mit der Trockenfutterpackung sein oder etwas, womit die Katze Fressen oder Leckerlis verbindet. Bei uns ist das Geraschel der Leckerlipackung beim Öffnen ein gutes Lockmittel.

Level 2 – Suche in näherer Umgebung

Sollte die Suche zu Hause erfolglos geblieben sein, sollte die nähere Umgebung des Wohnhauses unter die Lupe genommen werden. Auch hier sind alle möglichen Verstecke zu untersuchen:

  • Unter Büschen
  • Auf Bäumen
  • Unter Autos
  • Im Schuppen oder Gartenhäuschen
  • Unter Gartenstühlen und Tischen
  • Alle sonstigen Lieblingsorte, wo man die Katze in der Vergangenheit schon öfters gesichtet hat

Die Macht der Dunkelheit

Katzen sind vor allem nachts aktiv. Hier erhöht sich die Chance, dass ihr euren Tiger wiederfindet. Mit einer Taschenlampe bewaffnet, ist eine Suchaktion bei Dunkelheit besonders sinnvoll, da die Katzenaugen das Licht der Lampe reflektieren.

Level 2 sollte mehrmals am Tag und, wie schon beschrieben, auch bei Dunkelheit durchgeführt werden.

Level 3 – Ausweitung deiner Suche

Blieb Level eins und zwei erfolglos, solltet ihr euch auf Level 3 einstellen. Hier bezieht ihr andere Menschen und Anlaufstellen in die Suche mit ein

Facebook und Co

Facebook/ Soziale Medien haben eine riesige Reichweite. Ein Aufruf, der die Leute zum Teilen animiert, kann euch helfen, zumindest Hinweise zu bekommen, wo eure Samtpfote das letzte Mal gesichtet wurde und man kann dieser Spur leicht folgen.

Unsere Suche nach Böse Baby war nach ihrem ersten langen Verschwinden durch einen Aufruf bei Facebook von Erfolg gekrönt. Wir bekamen den Hinweis von einer netten Dame, dass die Katze bei ihr wohne. Sie dachte, dass sie eine Streunerin sei. Vorbildlich: Sie war beim Teirarzt zum Gesundheitscheck und ihr wurde ein Chip implantiert. Außerdem hatte sie bei der Stadt/ beim Fundbüro sowie bei der Polizei gefragt, ob die Katze als vermisst gemeldet wurde. Jedenfalls konnten wir unsere geliebte Katze abholen und wieder zu Hause begrüßen.

Einen Aufruf bei Facebook oder in anderen Sozialen Medien sollte am besten in einer Gruppe stattfinden, die etwas mit der Stadt, der Gemeinde, in der ihr wohnt zu tun habt. Auch gibt es spezielle Tauschbörsen und Flohmärkte, die sich auf eine bestimmte Stadt oder Kreis beziehen.

Neben eines aktuellen Fotos und einer Beschreibung besonderer Merkmale (Narbe am Ohr, Farbschema des Kopfes) und der typischen Verhaltensweisen, solltet ihr angeben, wo die Katze wohnt und wann und wo sie zuletzt gesehen wurde. Nicht vergessen: der Post sollte öffentlich und teilbar sein.

Auch ebay kleinanzeigen ist eine wunderbare Plattform für eine Suchanzeige.

Nachbarschaftshilfe

Geht auf eure Nachbarn zu und fragt zunächst, ob und wann eure Miezi das letzte Mal wo gesehen wurde. Bittet eure Nachbarn die Augen aufzuhalten und ggf. Freunde, Bekannte und Familie in der Nähe zu informieren.

Behörden und Einrichtungen informieren

·         Stadtverwaltung bzw. das Fundbüro

·         Ein Anruf bei der Polizei kann auch sinnvoll sein

·         Tierheime in eurer Umgebung

Tasso e.V.

Tasso ist eine Tierschutzorganisation, die sich durch Spenden finanziert. Nach eigenen Angaben betreibt Tasso das größte Haustierregister in Europa. Neben der umfangreichen Datenbank, auf die ich an anderer Stelle näher zu sprechen komme, bietet der Verein umfangreiche Hilfe bei der Suche nach eurer Fellnase. Eine 24-Stunden-Hotline

06190/937300

Nimmt Suchanfragen auf und koordiniert eine Suche mit Hilfe eines oder mehrerer „Suchhelfer/n“, die im ganzen Bundesgebiet ehrenamtlich im Einsatz sind.

Suchzettel/ Steckbrief

Eine weitere Möglichkeit, die Bevölkerung um Hilfe zu bitten, ist das Anbringen von Suchzetteln. Auch wie bei dem Aufruf bei Facebook, muss unbedingt ein Foto auf den Steckbrief, Besonderheiten der Gestalt der Katze sowie Verhaltensweisen. Euer Wohnort und die letzte Sichtung.

Finderlohn

Um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen und die Leute dazu zu bringen, vielleicht selbst auf die Suche zu gehen oder zumindest besonders aufmerksam zu sein, ist das Festsetzen eines Finderlohnes sehr sinnvoll. Dies gilt im Übrigen auch für das Posting bei Facebook und der Suchanzeige auf ebay kleinanzeigen.

Katze kehrt zurück, was sollte man zunächst tun?

Habt ihr euren Liebling wieder nach Hause gebracht oder ist die Katze von alleine nach Hause gekommen, ist die Freude sicherlich groß. Beachtet aber bitte, dass die Katze vermutlich erschöpft und ausgehungert sein könnte. Nach einer kurzen Begrüßung bietet der Katze etwas zu Fressen und zu Trinken an und haltet zunächst Abstand. Auf eine ausgiebige Knuddeleinheit solltet ihr verzichten, denn eure Katze benötigt zunächst Ruhe und Erholung. Seit sicher, eure Fellnase signalisiert euch schon, wenn ihr nach einer Schmuseeinheit ist. Sorgt für Ruhe in der Wohnung oder im Haus und geht alles ein wenig gelassener an.

Lasst die Katze auf keinen Fall sofort wieder nach draußen, auch wenn sie sich lautstark beschwert. Nach einer kurzen Zeit wird sie sich wieder beruhigen und sich ein Platz zum Ausruhen suchen.

Wie ging es mit unserer Katze weiter?

Nachdem wir unsere Katze wieder nach Hause holen konnten, beruhigte sich die Lage wieder. Um dafür zu sorgen, dass es Böse Baby besodners bei uns gefällt, habe ich ihr des öfteren ihr Lieblingsfutter gekauft. Der nächste Sommer kam und ich bemerkte, dass sie lieber draußen, als drinnen verbrachte. Was war los? Zunächst hatten wir selber Nachwuchs bekommen und hatten mittlerweile zwei Kinder. Was soll man sagen, Katzen reagieren sensibel auf Veränderung. Ihr war es vielleicht zu turbulent im Haus. Nachdem Sie dann wieder eine längere Zeit verschwand und zum Glück alleine wieder nach Hause lief, besorgte ich mir einen GPS-Tracker, um ihre Aufenthaltsorte zu kennen. Eine Interessante tatsache war, dass sie einen Lieblingsplatz bei uns in der Nähe in einem Wald hatte. Dann war sie im Wohngebiet bei uns in der Nähe unterwegs und hielt sich an und (wahrscheinlich) in einem Haus dieser Siedlung auf. Die Abstände, in denen Sie nach Hause kam, wurden immer länger.

Ich recherchierte ein wenig, was es bedeuten könnte, wenn sich Katzen bei anderen Familien aufhalten. Schnell wurde mir klar, unsere Katze hat sich eine neue Familie gesucht. 

Warum suchen sich Katzen ein neues Zuhause?

Wie schon erwähnt, sind Katzen äußerst sensible Tiere, die auf Veränderungen unterschiedlich reagieren. Katzen haben ihren eigenen Kopf und wenn sie einen Vorteil darin sehen, sich an einen anderen Ort aufzuhalten, kann es passieren, dass sie nicht mehr nach Hause kommen.

Unsere Katze hatte es sich bei einer älteren Dame aufgehalten. Nachdem wir das Gespräch mit der Frau suchten und feststellten, dass die Katze total entspannt und friedlcih auf einer Wolldecke schlief, haben wir mit der Frau vereinbart, dass sie dort bleiben darf. Wir haben zum Wohle der Fellnase entschieden, denn bei uns zu Hause war es ihr zu turbulent und zu laut. Außerdem waren wir sicher, dass sie es dort gut hat und ganz bei uns in der Nähe wohnt. Die alleinstehende Frau kümmert sich liebevoll um das Kitten.

Sie kommt noch sporadisch bei uns zu besuch. Dann bekommt sie ein leckerli, lässt sich streicheln und verschwindet kurz darauf wieder.

Vorbeugende Maßnahmen

Was kann ich tun, damit die Katze nicht wieder weg läuft? Wie kann mich vorbereiten, falls der Tiger doch mal wieder entwischt?

Im nächsten Artikel erfahrt ihr mehr zu den vorbeugenden Maßnahmen.

Pflichtlektüre für Katzenliebhaber

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