10 hartnäckige Katzen-Mythen

Beim Thema Katze halten sich seit etlichen Jahren störrisch einige Mythen, die schlichtweg falsch sind bzw. falsch intepretiert werden. Nachfolgend 10 Katzen-Mythen:

#1 Katzen mögen kein Wasser

Ein besonders hartnäckiger Mythos, der in der breiten Bevölkerung kopfnickend bejat wird. Ist das denn wriklich so? Katzen benötigen zunächst erstmal Wasser als Nahrung, also um zu Überleben. Über den Daumen gepeilt sind das 50 ml pro Kilogramm Körpergesicht pro Tag. Eine 4,5 Kilo schwere Kitten, benötigt also ca 225 ml Flüssigkeit. Der Wasseranteil im Nassfutter darf hierzu herangezogen werden.

Wie siehts allerdings mit Wasser aus, dass nicht zum Trinken benötigt wird? Unsere Katzen sind beispielsweise versessen auf das Wasser, welches aus dem Wasserhahn läuft. Lässt man den Wasserhahn laufen, beobachte ich immer wieder, wie sie das Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zur Fellpflege nutzen. Die Pfote wird dann nass gemacht und sich dann damit über den Kopf gestrichen. Manchmal starren sie auch nur neugierig das Fließende Wasser an und fahren -wohl aus Spaß- mit der Pfote hindurch. Also ganz Wasserscheu sind dann Katzen wohl doch nicht, oder?

Ich habe sehr lange zum Thema "Wasser und Katzen" recherchiert. Im Allgemeinen kann man sagen, dass es tatsächlich eine Gewohnheitssache ist. Wenn man den Kitten von klein auf beibringt, im Wasser zu baden, dann können sie sich daran gewöhnen. Aber mal ehrlich, ich gehe mit meinem Hund an den Strand zum baden oder dusche diesen, wenn er völlig dreckig ist; aber meine Katze? Irgendwie ist die Vorstellung merkwürdig. Es gehört im allgemeinen nicht zur Alltagserfahrung von uns, unsere Katzen zu baden. Letztendlich ist eine Fellpflege durch eine Dusche oder Wanne auch nicht nötig.

Also: Es ist eine Gewöhnungssache, ob Katzen Wasser -insbesondere das Baden darin- mögen. Aber eine tief verwurzelte "Wasser-Angst" kann man den Fellnasen nicht bescheinigen.

# 2 Katze und Hunde mögen sich nicht

Meine ersten Gedanken zum Thema "Hund und Katze" waren einige Szenen aus der Zeichentrick-Serie Tom & Jerry. In einigen Folgen taucht neben dem Kater Tom und der Maus Jerry, der Hund Spike auf. Eine innige Freundschaft besteht zwischen Katz und Hund augenscheinlich nicht und es wird mit allen MItteln versucht, den anderen eins auszuwischen und zu diskreditieren.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es -besonders bei ausgewachsenen Katzen- zu schwierigkeiten kommen kann, sobald ein Hund in die Familie kommt.

Unser Hund Buddy, ein Großer Schweizer Sennenhund, liebt unsere Katzen und er freut sich immer riesig, wenn eine Katze auftaucht. Man merkt es zum einen daran, dass er sehr vorsichtig ist und zum anderen, dass er freudig mit dem Schwanz wedelt. Unsere Katzen haben sich unterschiedlich mit Buddy arangiert. Aber Freunde werden alle drei wohl nie werden.

Auch wie beim Wasser, kommt es auf die Eingewöhnung an. Junge Katzen, die lernen mit einem Hund zu leben, haben in der Regel keine schwierigkeiten. Zur Gewöhnung kommt noch der Faktor Charakter ins Spiel.

Generell ist aber die Aussage, dass sich Katzen und Hunde nicht mögen falsch.

# 3 Katzen kann man nicht erziehen

Wir alle wissen: Katzen haben ihren eigenen Kopf und lassen sich ungern was sagen. Deshalb ist eine Erziehung, wie bei einem Hund nicht denkbar. Es gibt allerdings einige Basics, die man einer Katze, ohne großen Aufwand beibringen kann:

  • Do not´s wie "nein" oder "runter da!" merken sich Katzen schnell
  • Kleinere Tricks mit Hilfe von Leckerlis und Streicheleinheiten
  • Klicktraining (im begrenztem Umfang)

Dass man Katzen überhaupt nicht erziehen kann ist falsch, wenn auch nur im begrenztem Umfang 

# 4 Trockenfutter ist gesund für die Zähne der Katzen

Die Erklärung ist zunächst plausibel: Durch das Harte Material des Trockenfutters werden Verunreinigungen und Rückstände vom Gebiss entfernt. 

Das ist jedoch falsch. Die kleinen Pellets sind für diesen Vorgang meist zu klein. Zum anderen begünstigt der zerkaute Brei Ablagerungen auf den Zähnen und fürt zumeist zu Zahnstein.

# 5 Katzen aus dem Heim sind psychisch labil

Wer schon einmal bewusst die Katzen im Tierheim angesehen hat, wird schnell merken, dass dieses Vorurteil falsch ist. Zunächst ist anzumerken, dass die meisten Katzen, die ins Tierheim angeschoben wurden, den Besitzern zu lästig geworden sind, zu wenig liebe und Zuneigung erfahren haben und einfach zu wenig Aufmerksamkeit genossen.

Klar, viele Tiger haben schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Das besodnere bei Katzen ist jedoch, dass diese nie das Vertrauen ganz verlieren. Mit Zuneigung und Zeit, die man mit dem Vierbeiner aus dem Heim verbingt, zeigen sich die Fellnasen meist dankbar und zufrieden.

Das Vorurteil ist also völliger Blödsinn.

# 6 Katzen und Babys

Wer kennt diese Horrorstory nicht: Das Baby schläft im Bettchen und die Katze gesellt sich dazu und setzte sich auf das Gsicht und das Baby erstickt. Auch Eifersuchtsatakken, die den Vierbeiner dazu bringen, das Baby zu kratzen und zu beißen, sollen regelmäßig vorkommen. Auch nach langer Recherche habe ich keinen bestätigten Fall gefunden, der einen solchen Erstickungstod durch eine Katze hervorgerufen hat.

Eine Attakke auf das Baby ist eher untypisch für eine Katze. Katzen sind zunächst verunsichert und reagieren irritiert auf den neuen Mitbewohner. In der Regel ziehen sie sich zurück und gehen nicht in den Angriff über.

Sicherlich, Katzen mögen derartige Veränderungen nicht. Mit Zuneigung und AUfmerksamkeit kann man aber gut gegensteuern. Mit der Ziet wird die Katze den neuen Erdenbürger akzeptieren und lernen, dass von diesem keine Gefahr ausgeht.

# 7 Katzen brauchen Milch

Die meisten Katzen haben eine Laktose-Intolleranz und vertragen keine Kuhmilch. 

# 8 Katzen zerkratzen Möbel

Eine pauschale Aussage ohne Hintergrundwissen ist, dass Katzen Möbel, Tapeten und Türrahmen zerkratzen. Sollte das tatsächlich so sein, ist die Katze wahrscheinlich nicht ausgelastet und zufrieden. Hier müss man auf Ursachenforschung gehen.

# 9 Katzen sind Hinterlistig

Falsch! katzen sind einfach schlau. Jeder, der seine Katze kennt, weiß, wie diese "tickt" und welche Wünsche und Bedürfnisse sie hat. Durch Körpersprache und Verhaltensweisen kann man seine Katze "lesen". Reagieren wir nicht darauf, lassen sich Kitten auch gern mal was einfallen.

Beispiel: Als wir noch keine Kinder hatten, schliefen wir am Wochenende sehr gern aus. Unsere Katzen wussten genau, wie sie uns dazu bringen, aufzustehen, um sie zu füttern oder raus zu lassen. Wenn ein klägliches Miauen nicht ausreichte, sprang man einfach auf den Nachtisch und schmiss mit der Pfote, nach und nach, sämtliche Gegenstände hinunter.

Dieses Verhalten ist nicht böswillig. Es zeigt nur, wie krativ unsere Lieblinge sind.

# 10 Katzen mögen Menschen, die keine Katzen mögen

Ein Fremder, zum Beispiel ein Besucher, der eine Katze auf Abstand halten will, sollte diese so oft, wie möglich, anstarren und sich nach ihr umschauen. Katzen interpretieren das Anstarren als Drohgebärde. So signalisierst du dem Tiger, dass du Abstand halten möchtest.

Tut man das Gegenteil, fährt also die Ignorier-Schiene, aknn es durchaus sein, dass man in die Gunst des Stubentigers fällt. Dies geschieht sicher nicht aus Schadenfreude. Durch den fehlenden Blickkontakt geht die Katze von keiner Gefahr aus.

 

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