Katze Verstehen lernen

Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, warum sich Katzen verhalten, wie Sie sich verhalten? In einem Moment verspielt und unberechenbar und im anderen Moment verschnust und schläfrich.

Beobachtet man seinen Stubentieger genau, kann man mit etwas Übung das Verhalten lesen und verstehen. Wer zunächst an das klägliche "Ich-verhungere-Miauen" und an das Fauchen denkt, liegt nicht ganz falsch, jedoch kommunizieren Katzen überwiegend mit ihrem ganzen Körper und mit ihrer Mimik. Nachfolgend einige Erklärungen

 

Was verrät der Schwanz einer Katze?

Der Schwanz ist ein ganz wichtiges Körperteil einer Katze. Er ist enorm biegsam und dient dem Tiger dazu die Körperbalance zu halten. Gleichzeitig dient er auch als Kommunikationsantenne. Mit den verschiedenen Schwanzstellungen drückt die Katze ihre Gefühle oder Ihre Stimmungslage aus. Durch das extrem flexible Körperteil, sind unterschiedliche Ausdrücke möglich.

Nachfolgend eine entsprechende Übersicht:

Schwanzstellung einer Katze.png

Bedeutung der Ohrenstellung einer Katze

Das Hörorgan einer Katze ist ein wahres Wunder der Natur. Sehr weich und flexibel und extrem empfindlich. Katzen können besser hören, als Hunde und können die Ohren in verschiedene Richtungen drehen, ohne dabei den Kopf zu bewegen. Zusätzlich verrät die Stellung der Ohren viel über das Kommunikationsbedürfnis des Kittens. Anders, als beim Schwanz, spielen die Augen eine wichtige Kombination mit den Ohren. Seht selbst:

Ohrenstellung der Katze.jpg

Was bedeutet Miau

Wir selbst haben zwei Katzen und können unterschiedliche Miau-Sounds bei den beiden feststelln. Die eine Katze heißt eigentlich "Holly". So wird sie eigentlich nicht mehr genannt. Ihr Spitzname lautet "Motzi". Sie hat eine ganz besondere Art sich mitzuteilen und kann schon manchmal etwas energischer werden, gerad wenn es ums Fressen geht. Aber auch sonst hat sie immer ein besonders starkes Mitteilungsbedürfnis. Ich glaube, sie will einfach nur bescheid sagen, dass sie gerade da ist oder wenn sie etwas stört.

Unsere andere Katze heißt "Princess". Auch sie wird selten so genannt. Ihr Spitzname ist (bitte nicht lachen) "Böse Baby". Dieser Kosename entstand durch zwei Eigenarten. zum einen hat sie immer viel Blödsinn im Kopf (Böse) und zum anderen haben wir sie lieb, wie ein Baby. Jedenfalls, Böse Baby macht eigentlich nur Krach, wenn es darum geht, aus dem Haus und wieder hinein zu kommen. Ansonsten ist sie eher der ruhige Typ. 

An dem Beispiel unserer Katzen wird schon deutlich, dass jede Katze vom Miau-Typ unterschiedlich ist und was der Grund für das Getöne ist.

Als Baby hat das Miauen einen bestimmten Zweck: "Mama ich habe hunger" oder "Mama ich brauche Hilfe". Im Erwachsenenalter dient das Miauen zur Kommunikation mit dem Menschen und -soweit vorhanden- mit den Artgenossen; wobei sich Kitten spezielle Laute dem Menschen vorbehalten.

Im Groben kann man fünf verschiedene Miau-Arten unterschieden:

  1. Euphorisch, begeistert - Freude
  2. Laut, eindringlich - Hunger
  3. Kläklich, quengelig - Schmerzen
  4. langgezogen, knurriger Unterton - Bedrohung (meist in Kombination mit Fauchen)
  5. Flüsternd, kaum hörbar - Aufforderung zum schmusen

Warum fauchen Katzen?

Bleiben wir mal bei unseren Katzen Motzi und Böse Baby. Als wir uns vor ca. zwei Jahren einen Hund angeschafft haben, waren die beiden überhaupt nicht begeistert. Der Hund, ein Großer Schweizer Sennenhund, noch recht jung und neugierig, versucht seit fast zwei Jahren den Katzen näher zu kommen und übertrieb es natürlich auch das eine oder andere mal. Große Schweizer sind dafür bekannt, tierlieb zu sein und passen perfekt in einen Haushalt mit anderen Tieren. Motzi, die vielleicht ein zehntel unseres Hundes auf die Waage bringt und ohne weiteres an einem Stück von Buddy verspeißt werden könnte, zeigt ihm eindeutig, wann ihr es zu viel wird. Katzenbuckel, dicker Schwanz, Abwehrhaltung und ein lautes fauchen. Sollte das immer noch nicht reichen, so gibts eine mit den Krallen auf die Hundeschnautze! Bisher, einmal passiert.

Glaubt mir, unser Riesenbaby Buddy hat spätestens nach der ersten tracht Prügel ganz großen Respekt vor Motzi ;)

Ganz klar, dass Fauchen ist eine Warnung an den potentiellen Gegner und ist quasi das letzte Signal, bevor es eskaliert! Und in Kombination mit einem katzenbuckel und einem buschigen Schwanz, macht das natürlich gehörigen Eindruck.

meine katzen.png

Warum schnurren Katzen?

Ich weiß ja nicht, wie das bei euch ist, aber mich beruhigt das Schnurren einer Katze, die es sich auf meinem Schoß oder auf meinem Bauch bequem gemacht hat. Es strahlt Ruhe und Geborgenheit aus. Balsam für meine Seele. Und nicht nur das. Es ist auch Balsam für die Katzenseele. Mittlerweile hat man herausgefuden, dass das typische Katzenschnurren nicht nur ein reiner Ausdruck von Gemütlichkeit und Zufriedenheit darstellt.

Nachfolgend ein kleiner Schnurr-Atlas:

  • Stimmungsvolles Schnurren - Katze ist sichtlich entspannt, Augen (fast) geschlossen
  • Signal an die Katzenmutter - Als Baby zeigen Katzen ihrer Mutter, wo sie sind
  • Hunger - In Verbindung mit dem "Ich-verhunger-Miauen"
  • Selbstheilung - Nach Verletzungen hilft das schwingungsvolle Schnurren den Heilungsprozess zu beschleunigen. Außerdem hilft es der Katze entspannter zu atmen

Fun-Fact: Eine Katze schnurrt über 10.000 Stunden in ihrem Leben

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Mein Buchtipp

Ein Muss für jeden Katzenbesitzer, der sich näher mit dem Verhalten und der Erziehung seines Vierbeines beschäftigen möchte. Sehr unterhaltsam geschrieben. Der Aha-Effekt ist garantiert ;-)

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